- Der Klang des Friedens -

von Gregor EsKa

Ein Schnabel, zwei Augen in der Luft, ein Geschöpf am Himmel.
Runde Federn, spitze Lippen, buntes Gefieder und Flügel, die aussehen wie Berge, hinter denen die Sonne blinzelt.
Ich sende meinen Vogel, der sich aufmacht und mit dir spricht.
Über tausend Wege wird er gehen, ohne Auftrieb, ohne Wasser, seine Flügel fest verschlossen, auf den Steinen wird er sitzen, keine Wolke nur berühren, auf dem Grase wird er ruhen, seine Füße stets am Boden, hinter Wurzeln sich verstecken, bis ihn die Morgensonne weckt. Jeder Frosch wird für ihn singen, jede Schnecke wird ihn trösten, keine Katze wird ihm folgen, jeder Igel sich verneigen, jede Blume wird ihn grüßen und alle Käfer ihn bewundern.

Ich sende meinen Vogel, der sich aufmacht und mit dir spricht.

Er soll stottern und schweigen, wenn er ankommt. Kein Laut soll von seinen Lippen fallen. Ein weiter Weg, um still zu sein. Frieden legt sich auf das Land, die Blätter beginnen zu schaukeln und aus dem Himmel fällt der Wind. Luft strömt unter das schweigsame Tier.
Seine Flügel öffnen sich. Ein Satz fällt heraus.
Unter seinen Federn trug er meine Stimme.
Ich liebe dich

Ich treffe meinen Vogel, er sitzt auf einem Ast.
Dein Anblick ließ ihn reifen, seine Federn wurden golden.
Ich warte auf den Wind, bis deine Stimme erklingt:

Frieden, in mein Zuhause führst du mich.
Gregor EsKa © 2022
Werkserie: "Der Klang des Friedens"
Lehm und Stroh, Blattgold, Acryl und Öl-Pastell auf Holz
117 x 45 cm

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2021

Pferd, Löwe, Mann

Gregor EsKa © 2021
Öl-Pastell und Acryl auf Holz
120 x 60 cm

Pferd, Löwe, Mann

Die Welt begann im Garten, das Lied im Herz, die Sprache beim Tanz.
Gregor EsKa erzählt in seinen Arbeiten von seinem Leben. Seine persönlichen Erlebnisse und der Glaube an Gott sind das Wasser und das Brot für sein künstlerisches Schaffen.
2018 zeigt der bildende Künstler Gregor EsKa Frauen, deren Bäuche über seine Bilder hinaus zu ragen scheinen. Es sind Darstellungen seiner schwangeren Frau Luisa. Offene Augen konnten bereits erkennen, dass der runde Bauch mit dem herausstehenden Bauchnabel und dem wachsenden Säugling in seiner Mitte großen Einfluss auf die Kunst EsKa‘s nehmen wird.

2021, drei Jahre später, sitzt Gregor EsKa mit einem Wachsmalstift neben seinem Sohn Anuka. „BBBHHrr!“, hört man die Stimme des Kindes. Es sind die auffordernden Worte, ein neues Pferd zu malen.

Mittlerweile häufen sich Zeichnungen von Pferden mit muskulösen Schultern, zierlichen Beinen, riesigen Popos, bunten Hufen, zum Küssen breiten Schnauzen und langen, runden Augen. In seiner Werkserie „Pferd, Löwe, Mann“ zeigt Gregor EsKa die vielseitige Welt eines Tieres, dessen Gestalt das Herz seines Kindes einnahm und von dort den Weg auf die Leinwand fand.
Gregor EsKa
Pferd, Löwe, Mann © 2021
120 x 60 cm
Öl-Pastell und Acryl auf Holz